Conny Morath & Stephan Schmitt
„Famoser Saitenzauber“
Von und mit famos.
(Conny Morath & Stephan Schmitt)
und Anne Kox-Schindelin.
Erleben Sie einen vorweihnachtlichen Abend mit verträumter, nachdenklicher und stimmungsvoller Musik. Die Harfenistin Anne Kox-Schindelin, die Sängerin Conny Morath und der Gitarrist und Sänger Stephan Schmitt spielen Gospels, weihnachtliches und Eigenkompositionen.

Lassen Sie sich ein Lächeln ins Gesicht zaubern und diesen Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.
Anne Kox-Schindelin
MAIN-POST
  Ausgabe Karlstadt
  vom Mittwoch, den 16. Dezember 2015

von Robert Emsden
Eine musikalische Seelenmassage
Publikum erneut restlos begeistert vom „Saitenzauber“ in der Gerbergasse

Offensichtlich gehört die Musikveranstaltung „Famoser Saitenzauber“ für viele bereits zum festen Ritual in der Vorweihnachtszeit. Bereits Wochen im Voraus ausverkauft, war auch im fünften Jahr das Konzert mit Harfenistin Anne Kox-Schindelin, Sängerin Conny Morath und dem Gitarristen und Sänger Stephan Schmitt ein musikalischer Hochgenuss und ein fulminanter Auftakt zu den heurigen Dezemberveranstaltungen im Theater in der Gerbergasse.

In bewährter Weise, aber dennoch mit einem erfrischend neuen Programm aus erlesenen Perlen aus verschiedenen Genres und Musikepochen, gelang es den drei Vollblutmusikern im Nu, ihr Publikum zu verzaubern oder gegebenenfalls mitzureißen. Dabei brillierte Anne Kox-Schindelin nicht nur in gewohnt souveräner Weise mit klassischen Harfenstücken, sondern auch mit rhythmusbetonten Begleitungen und improvisierten Solopassagen, wenn bei einem Blues oder einem Gospel das „Abgrooven“ angesagt war.

Gitarrenvirtuose und Sänger Stefan Schmitt hatte aus seinem großen Arsenal an Saiteninstrumenten immerhin so viele mitgebracht, dass er zwischendurch den ‹berblick zu verlieren schien. Unwiderstehlich seine einfühlsamen Filigranbegleitungen auf der Akustikgitarre oder auf dem Kontrabass sowie seine glänzenden Soli auf der „Blechgitarre“. Gewohnt versiert und leidenschaftlich agierte auch Conny Morath - gewissermaßen die gesangliche „Speerspitze“ bei den meisten Lieddarbietungen - und überstand ihre Feuertaufe am Kontrabass nicht nur mit Bravour, sondern mit einem breiten Lächeln. Das Herumkraxeln auf dem Kontrabass Š la „Rossinis“ oder „Kusängs“ hat noch ein bisschen Zeit.

Wenn nicht gerade eine(r) aus dem frohgelaunten Dreigespann sich auf dem Goethe'schen Divan im Hintergrund eine Verschnaufpause gönnte, zogen die drei Virtuosen vor allem bei den Klassikern „Bridge over Troubled Waters“ von Simon and Garfunkel und „Tears in Heaven“ von Eric Clapton gemeinsam sämtliche Register, was am Ende zwangsläufig dazu führte, dass das lautstark applaudierende Publikum sie erst nach der fünften Zugabe von der Bühne gehen ließ.